Logbuch der „GRACE II“
12.05.2012
Am ersten Tag der Anreise fanden wir uns auf einem Parkplatz hinter der Polizeidirektion (oje) wieder. Zwei Witzbolde durchdrangen die Totenstille im Reisebus. Als dieses halsbrecherische Manöver gelang lachte der Bus bzw. Die Insassen. Bei der Ankunft wurden wir stürmisch begrüßt, mit einem (oje, die scho wieda). Wir verursachtenamit unserem Gepäck ein undurchschaubares Chaos. Als sich die Wogen der stürmischen Begrüßung geglättet hatten wurde das Boot übernommen. Als wir losfahren wollten,ließ uns das Wetter nicht ziehen.....
13.05.2012
Nach einer sehr stürmischen Nacht, konnten wir leider nicht auf das Meer hinaus, und so wurde spontan ein Ausflug nach Pula organisiert. Wir besuchten gemeinsam das Aquarium von Pula und hatten einen angenehmen Nachmittag, den wir mit einem leckeren Eis beendeten. An Bord bereiteten wir gemeinsam ein Essen zu und genossen den ersten Abend am Schiff.
14.05.2012
Leider war auch heute nicht an ein Auslaufen zu denken. Unser Bus brachte uns nach Fazana und mit der Fähre fuhren wir auf die Insel Brijuni. Wir hatten eine fast vierstündige Führung, der durch einen kleinen Safaripark führte und anschließend erfuhren wir noch eine Menge über die Geschichte des Landes, und vor allem der Insel Brijuni. Es war ein sehr angenehmer Tag und wir freuen uns auf morge, denn der Wetterbericht schaut ganz gut aus und wir werden unsere ersten Erfahrungen beim Segeln machen können.
15.05.2012
Wir wurden mit strahlendem Sonnenschein geweckt und freuten uns auf den ersten Tag auf See. Wir machten uns am Vormittag auf den Weg und schlugen Kurs Rovinj ein. Alle drei Crewneulinge standen am Steuer, und wir manövrierten mit viel Geschick das Schiff in den sicheren Hafen von Rovinj. Am Abend fand ein gemeinsames Flottenfest statt, und wir hatten eine Menge Spaß. Wieder am Steg, an dem unsere Schiffe lagen, lieferte uns unser "Franz von Bayern" noch einige Gustostückerln auf seiner Zieharmonika, und es wurde sogar noch das eine oder andere Tanzbein geschwungen.
16.05.2012
Auch heute ließ uns der Wettergott leider wieder im Stich, und ihr verbrachten bei strömenden Regen den Tag im Hafen von Rovinj. Wir packten die Gelegenheit beim Schopf und schrieben brav unsere Postkarten für alle, die daheim geblieben sind. Am Abend heute der Regen auf, und so konnten wir in die Stadt spazieren und sahen uns die Kirche mit der Schupatronin von Rovinj "Euphemia" an. Wieder an Bord unseres Schiffes packten wir die Spielkarten aus, und hatten einen sehr unterhaltsamen Abend.
17.05.2012
Um ca. 11:00 Uhr verließ die Flotte geschlossen den Hafen von Rovinj und nahm Kurs Richtung Vrsar auf. Als wir die Segel setzen wollten, stellten wir fest, daß sich das Großsegel verkeilt hatte, und es erforderte einen Kraftakt, es endlich zu lösen. Es wurde ein genialer Segeltag bei 15 - 20 kn gleichmäßigen Wind. Wir segelten in den Limski Kanal und es wurden jede Menge Fotos geschossen.
In Vrsar angekommen wurde an Bord gekocht, und danach vertraten wir uns mit einem Spaziergang die Beine. Bevor wir wieder an Bord gingen, genossen wir noch einen Eisbecher. Der Abend wurde mit "Neunerln" verbracht, und gegen 11:00 Uhr fielen wir alle ins Bett.
18.05.2012
Kurs: Heimathafen! Am späten Vormittag verließen wir Vrsar und wollten Segel setzen. Bei ca. 10 - 15 kn wollten wir gemütlich Richtung Veruda rauschen. Allerdings klemmte das Großsegel nun so sehr, dass es unmöglich war, es zu setzen. So motorten wir Richtung Soline und fuhren mit der Crew Manöver (Fender über Bord, Teller drehen, etc.). In der Soline legten sich die 4 Salzburger Schiffe auf's Packel. Die Skipper begutachteten unser Groß, und kamen zu dem einhelligen Entschluß: "Das Großfall" gehört durchgesetzt. Gesagt - Getan: Ganze 220kg (Ingo und unser Rudi) bewegten das Fall um ganze 30cm., und siehe da: das Segel läuft wie auf Schienen. Es wurde noch ein sehr gemütlicher Abend, und die Tage wurden noch einmal besprochen. Wieder einmal ging eine tolle Woche (dem auch das Wetter nichts anhaben konnte) zu Ende, und zu Hause werden viele Geschichten auf Euch warten.
Projektbeschreibung
Unser Ziel in der Projektwoche ist es, unseren Teilnehmern wieder ein Gefühl des "Gebraucht werdens" zu geben. Ebenso sollen Sie aus Ihrer Isolation herausgeholt werden, und im Projekt lernen, miteinander besser umgehen zu lernen. Durch die verschiedenen Aufgaben und Unternehmungen neben dem Segeln sollen unsere Teilnehmer ein gewisses Maß an Selbstbestätigung erreichen und damit gestärkt in den Alltag zurückkehren. .
SY "GRACE II"
Type: Bavaria 39 Cruiser
Baujahr: 2005
Heimathafen: Veruda
LüA: 12.14 m
BüA: 3.97 m
Tiefgang: 1.85 m
Segelfläche: 82 m²
Kabinen: 3
Max.Besatzung: 6 Pers.